RELEGATIONSSPIEL
FSG – HSG LEINFELDEN/ECHTERDINGEN
24 : 21 (10 : 11)

Sieg mit nur drei Toren Unterschied besiegelt Abstieg der FSG

Jochen Schreitmüller

Trotz des 24:21 Erfolgs im Relegationsrückspiel gegen die HSG Leinfelden/Echterdingen muss die FSG Donzdorf/Geislingen den Weg in die Württembergliga antreten. Zu hoch war die Bürde des Hinspiels in Echterdingen vom Sonntag zuvor, das die FSG mit 29:21, also acht Toren Unterschied verloren hatte. Neidlos muss man anerkennen, dass die HSG mit diesen zwei Partien sich den Aufstieg redlich verdient hat, zumal vorher bereits drei weitere Mannschaften in einer wahren Aufstiegsrelegation besiegt wurden. Der lautstarke und zahlenmäßig große Anhang der Gäste durfte zurecht seine Aufstiegsheldinnen nach dem Schlusspfiff überschwänglich feiern.

Trotzdem bleibt bei der FSG ein fader Beigeschmack, denn eine Spielansetzung in den Pfingstferien, die mittlerweile mit die Haupturlaubszeit vieler Familien ist, war aus Sicht der FSG nicht ok. Mehrere Anläufe beim Verband brachten dann nur ein teilweise grünes Licht für eine Verlegung, aber am Ende war Leinfelden nicht einverstanden, da diese alles auf diese sechs zu absolvierenden Relegationsspiele eingerichtet hatten. Im Hin- und Rückspiel fehlte Donzdorf/Geislingen Jacqueline Kube und Marcia Sedlaczek, die vor allem in der Defensive schmerzlich vermisst wurden, und im Hinspiel in Echterdingen fehlten die oben genannten, Anna Klotzbücher und Trainer Hans-Jürgen Beutel.

Aber trotz der widrigen Ausgangslage acht Tore in Donzdorf aufzuholen, wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Aber vier verworfene Strafwürfe und mindestens zehn Hundertprozentige Würfe, die den Weg nicht ins Tor fanden, waren letztendlich zu viel vergebene Chancen um die Gäste ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Allerdings hatte auch Leinfelden/Echterdingen einige Chancen, die sie mit der Leichtigkeit des Acht-Tore-Vorsprungs manchmal zu leichtfertig vergaben.

Die ersten zehn Minuten verliefen ausgeglichen. Trainer Hüppchen hatte von Beginn an eine enge Deckung gegen Anja Heidinger angeordnet, Hans-Jürgen Beutel setzte zuerst eine offensive Deckungsvariante gegen die Spielmacherin Jana Schnabel und danach eine enge Variante dagegen. So taten sich beide Mannschaften nach dem 4:4 schwer, erfolgreich zum Abschluss zu kommen. Zehn Minuten später erarbeitete sich die FSG bis zum 7:5 leichte Vorteile, aber es gelang nie mehr als ein Zwei-Tore-Vorsprung. Eine Zeitstrafe gegen Marilena Costanzo beim Stande von 10:8 nützten die Gäste dann bis zur Pause gnadenlos zur 10:11 Führung aus. Die ersten zehn Minuten nach der Pause konnte Leinfelden den Vorsprung bis zum 13:15 halten, dann erhöhte die FSG nochmal den Tordruck. Trotz Unterzahl gelangen Hendlmeier, Lutz, Heidinger und Clement die 17:15 Führung. Eine noch offensivere Abwehrvariante ermöglichte einige Ballgewinne und nicht nur in dieser Phase wurde Sabine Trzaska im Tor der FSG zum wichtigen Rückhalt. Aber je weiter der Zeiger der Uhr sich drehte, umso geringer wurde die Chance, doch noch die acht Tore aufzuholen. Als bei der 21:18 Führung sieben Minuten vor Schluss der nächste freie Wurf an der Latte landete, wurde es langsam zur Gewissheit. Der unermüdlich kämpfenden Anna Klotzbücher gelang zwar noch die 24:20 Führung, aber sofort im Gegenzug war es Nina Zeeb die den 24:21 Endstand herstellte.
FSG: Trzaska, Sperr; Heidinger 8/3, Dürler, Klotzbücher 6/1, Stan, Clement 1, Costanzo 3/2, Seele, Schreitmüller, Hendlmeier 2, Härringer, Hoffer 1, Lutz 3

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