RELEGATIONSSPIEL
HSG LEINFELDEN/ECHTERDINGEN – FSG
29 : 21 (12 : 8)

29:21 zu Gunsten der HSG Leinfelden-Echterdingen lautete am Ende das Ergebnis des ersten Relegationsspiels der FSG um den Verbleib in der Baden-Württemberg-Oberliga. Die gezeigt Leistung reichte bei weitem nicht, um dem der HSG Leinfelden/Echterdingen Paroli bieten zu können. Um nun noch die Chance auf den Klassenerhalt wahren zu können, muss eine deutliche Leistungssteigerung und eine taktische Raffinesse her, um den Rückstand wieder wettzumachen.

Das, was die Anhängerschaft der FSG von ihrer Mannschaft zu sehen bekam, war wahrlich kein Handball-Leckerbissen. Die FSG Donzdorf/Geislingen konnte nicht an die ansprechende Leistung aus dem letzten Saisonspiel gegen Pforzheim anknüpfen, die für einen Sieg gegen die HSG Leinfelden/Echterdingen nötig gewesen wäre. Dabei startete die FSG gut in die Partie, konnte das 1:0 Leinfeldens direkt egalisieren und war beim 4:4 nach zehn Minuten immer noch auf Augenhöhe. Technische Fehler und Fehlwürfe auf beiden Seiten ließen in der Anfangsphase nicht mehr Tore zu. Sabine Trzaska entschärfte zudem immer wieder klare Chancen der Gastgeberinnen. Doch danach gelang es Leinfelden das erste Mal mit drei Toren (7:4) in Führung zu gehen. Und das sollte für die Gastgeberinnen der erste Schritt auf die Siegerstraße sein. Ein Auszeit von FSG-Trainerin Heike Terbeck sollte die FSG wieder in die Spur bringen und die unnötigen Fehlpässe, die die HSG jedes Mal für schnelle Konter nutzten unterbinden. Kurzzeitig schien es auch zu fruchten: die Pässen fanden wieder den Weg zum Mitspieler und Silke Lutz sowie Anja Heidinger verkürzten auf 9:7. Der gegnerische Trainer Klaus Hüpplein reagierte mit einer engen Manndeckung gegen Anja Heidinger, die das ganze Spiel Bestand haben sollte. Der FSG fehlte es in der Folge an Kreativität und Durchsetzungskraft im 5:5-Spiel und Leinfelden baute den Vorsprung bis zur Halbzeit wieder auf 12:8 aus.

Normalerweise bedeutet ein 4-Tore-Rückstand zur Halbzeit noch lang keine Spiel-Entscheidung. Jedoch verschlief die FSG den Beginn der zweiten Halbzeit komplett und innerhalb von zwei Minuten gelang der HSG Leinfelden/Echterdingen drei Treffer zur nun vorentscheidenden 15:8-Führung. Die Einwechslung von Vanessa Hoffer und Diana-Maria Stan brachte dann zwar noch mal kurzzeitig Schwung in das Angriffsspiel und die Fortsetzung der 5:1-Deckung seitens FSG sollte das Angriffsspiel Leinfeldens frühzeitig unterbinden. Beides zeigte aber nur bedingt Wirkung und hielt den Rückstand bei sechs Toren. Die FSG fand im 5:5 zu wenig Möglichkeiten und versuchte die gegnerische Abwehr immer wieder über direkte Freiwürfe zu überwinden. Dennoch gelang es dem Aufstiegsaspiranten nach 52 Minuten mit zehn Toren in Führung zu gehen. Der FSG war es bewusst, dass für das Rückspiel jeder Treffer zählte und bemühte sich noch um Ergebniskosmetik, was am Ende den 29:21-Endstand brachte. Nun braucht es im Rückspiel am kommenden Donnerstag in der Donzdorfer Lautertalhalle zum sicheren Klassenerhalt einen Neun-Tore-Sieg der FSG, was nur mit einer deutlichen Leistungssteigerung möglich ist.

FSG: Trzaska, Sperr; Heidinger (12/5), Stan (2), Clement (2), Costanzo, Seele, Schreitmüller (2), Hendlmeier, Härringer, Hoffer (1), Lutz (2).

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